Offene Kommunikationsbrief 1 – Uli Hoeneß

Lieber Uli Hoeneß,
als Sie am 17.2. 1982 abstürzten mit dem Kleinflugzeug im
Moor in Resse bei Hannover lag ich Bett und freute mich auf den Fußball Länderspiel in Hannover zwischen Deutschland und Portugal im Niedersachsenstadion.
Da wollten Sie hin. Kamen nie an. Aber überlebten als Einziger den Absturz der Piper.
Mit an Bord Pilot und Skifahrer Wolfgang Junginger, Verleger Helmut Simmler, Co Pilot Thomas Kupfer.
Sie verloren drei Freunde. Und erhielten Ihr Leben. Zurück.
Sie haben den FC Bayern das werden lassen, was er heute darstellt.
Ein Fußball-Weltunternehmen. Das sollte einfach so SEIN.
Ich würde sie als Kanzlerkandidat wählen wie viele Deutsche. Egal was geschah.
Sie sollten fortan Großes Bewegen.
Fehler machen wir alle. Frau Merkel macht keine Fehler.
„ Ich wüsste nicht, was wir falsch gemacht haben“ sagte Sie nach der Bundestagswahl.
Erinnern Sie sich noch an die
„Nacht von Belgrad“?
Ich weiß, das tut jetzt weh.
Welt,- und Europameister Deutschland stand im Endspiel um die Europameisterschaft.
Gegner war die Tschechoslowakei. Am 20.6.1976.
Es war das 1. Finale eines großen Turniers bei der zum 1. Mal das Elfmeterschießen nach Verlängerung angesetzt wurde.
Normalerweise hätte das Spiel nach dem 2:2 am darauffolgenden Dienstag wiederholt werden müssen.
Aber DFB Präsident Herrmann Neuberger, Bundestrainer Helmut Schön und Teambetreuer Erich Deuser baten erstmalig um ein Elfmeterschießen.
Sie jagten die Lederkugel hoch übers Tor in den Belgrader Nacht-Himmel. Und verloren dadurch die EM.
Eine Milliarde Menschen weltweit an den Bildschirmen waren Zeuge.
Chefkommentator Ernst Huberty verschlug es die Stimme.
Jetzt haben Sie wieder einen Elfmeter verschossen.
Sie treten dem Betreuer Team Ihres Ex-Trainers Carlos Anccelotti in den Götz von Berlichen:
“Mit den Assistenten von CA hat es vorne und hinten nicht gepasst.
Aber da war jeden Tag irgendeine Streiterei zwischen den Physios, den Medizinern und den Trainern von CA. Und in einem solchen Umfeld kannst Du nicht vernünftig arbeiten“
Das können Sie natürlich machen, aber nur dann, wenn Sie die Verantwortung übernehmen.
Sie haben CA eingekauft. Sie haben seine Familie und seine Freunde eingekauft. Sie wussten, was da an Italienischer Großfamilie auf Sie zukommt. Dafür haben Sie ja auch 15 Millionen Abfindung gezahlt für die „schrecklich nette Familie“.
Ähnlich wie Herr Draghi für Italien die Zinsen so lange unten lässt wie er als EZB Präsident bis 2019 regiert. So ist das halt.
Auch wenn Herr Weidmann noch so jammert.
Sie haben in den letzten drei Jahren viel gelernt. Wie Sie immer wieder betonen.
Übernehmen Sie bitte kommunikative Führung, übernehmen Sie grundsätzlich und vollumfänglich die Verantwortung bei personellen Entscheidungen
Suchen Sie nie die Schuld bei der
„Tyrannei der Umstände“.
Sie haben Sie ja so mitgestaltet. In der „Gewöhnungsverwahrlosung“ des täglichen Fußball Wahnsinns.
Bei dem die „Analphabeten des Weltfußballs“ Ihren Hintern und die Ihrer Freunde & Familien vergoldet bekommen.
Menschen machen Fehler. Entscheider Verschießen auch mal einen Elfmeter. Wie 1972 als Ihr verschossener Ball zehn Meter über den Querbalken ging…
Das macht Sie menschlich. Das macht Sie sympathisch……

Aber hören Sie auf öffentlich zu nörgeln;

nur Sie selbst sind verantwortlich für Ihre Entscheidungen-also sind Sie auch für die Konsequenzen Ihres Handels voll verantwortlich….

Mit vollem Herzen

Ihr Christoph Schwab

Die Magie CHANGE MANAGEMENT als Muss…

Warum Bayern München mit Carlo Ancelotti noch stärker wird. Was können Führungskräfte und Angela Merkel daraus lernen?

Als am 4. Juli 2013 ein spanischer Trainer deutschen Boden betrat oder besser von links kommend – irgendwie deutsch sprach – in Turnschuhen und Bluejeans, war klar: Hier wurde eine Zeitenwende eingeleitet.
Pep Guardiola hat die Mannschaft, die Bundesliga, die Wahrnehmung von außen und die Kommunikation entscheidend verändert. Weiterlesen