Die Nicht-Nicht Kommunikation des Joachim Löw.

Warum der Fußball Bundestrainer immer wieder an seinem Personal scheitert.

 

30.6.2014 Porto Alegre/Brasilien. Dramatische Stunden im deutschen Team vor dem entscheidenden Spiel gegen Algerien.

Wenn nicht Neuer, Khedira und Lahm das Regiment übernommen hätten, wäre Deutschland möglicherweise nie Weltmeister geworden. Löw hatte kommunikativ den Überblick verloren. Alles andere ist Geschichte.

2013 und 2014 hatte Deutschland einen Stürmer, der nicht nur die meisten Tore schoss, sondern auch außerhalb des Spielfeldes vorbildlich agierte. Löw gab ihm nie wirklich Chancen,  im Gegenteil, er war nicht in der Lage Stefan Kießling interaktiv zu sagen, warum er nicht ins deutsche Spiel passen würde. Bis heute ist das zwischen Löw und Kießling nicht geklärt und aufgearbeitet.

Letzte Woche gibt der Bundestrainer den erweiterten Kreis für das Aufgebot der Deutschen Nationalmannschaft für die WM in Russland bekannt. Der unbequeme aber erfolgreiche Sandro Wagner ist nicht dabei.

Dieser tritt einen Tag später mit 30 Jahren lautstark aus der Nationalmannschaft zurück.

„Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse.“

„Meinen Jungs wünsche ich nur das Beste in Russland und hoffe, dass sie als Weltmeister zurückkommen“, führte der gebürtige Münchner aus, der 2017 mit der DFB-Auswahl in Russland den Confed-Cup gewann.

Dazu Joachim Löw:„Ich empfinde es als Kritik gegenüber seinen Kollegen, die auch spielen. Er stellt manche dar, die bei uns schon ewig spielen, die zu den Führungsspielern gehören, als wären sie ausgemachte Vollidioten“

Wagner kritisiert mitnichten seine Kollegen. Er kritisiert ausschließlich das Trainerteam.

Der Bundestrainer erweitert seine unverhältnismäßige Kritik auf das Gesamte Personal. Er will möglichst hohen Zuspruch zu seiner Entscheidung haben zumindest ein Kopfnicken oder „stilles Beipflichten“.

Wagners  Ex-Trainer Julian Nagelsmann aus Hoffenheim dazu:“ Ich vermisse ihn schon, weil er ein sehr spezieller Typ ist. Ein außergewöhnlich toller Mensch. Der auf dem Feld nicht immer einfach zu führen war. Das weiß er auch- aber das hat mich wachsen lassen. Es ist wichtig, dass man Leute, die eine Meinung haben, diese auch äußern lässt und sie nicht immer klein bügelt und ihnen auch einen gewissen Raum gibt, wenn sie ein bisschen extrovertierter sind, das auch auszuleben.“

Löw war und ist offenbar immer noch nicht fähig, mit den Spielern konstruktiv kritisch zu sprechen, sie mitzunehmen, sie wertzuschätzen und Ihnen deutlich zu machen, wie schwer es ist ,nicht alle mit auf die Reise Titelverteidigung nehmen zu können.

Es geht, wenn ich die Regeln der Ereigniskommunikation beherrsche.

Löw hat gestandene 360 Grad Spieler vor sich wie noch nie ein Trainer vor ihm. Quasi drei Nationalmannschaften. Er kann aus dem vollem schöpfen und Leistungsträger verschmerzen.

Kommunizieren jedoch, sich wirklich sinnstiftend und hochempathisch in die Lage eines anderen oder in ein Teil-Team zu denken konnte und kann er nach wie vor nicht. So auch geschehen am 30.6. 2014 vor dem Algerien Spiel.

Nur unverzichtbare Spieler sind ohne Wenn und Aber gesetzt wie Jerome Boateng, der nach einem  Techtelmechtel am 5.6 2012 mit dem Nackt-Model Gina Lisa Lohfink kurz vor dem EM Start hätte eliminiert werden müssen nach dem Saubermann-Image von Jogi Löw. Jedenfalls.

Oder Manuel Neuer, bester Torwart in Deutschland, der nunmehr zwei Leistungsspiele als Extrawurst bekommt, um legitimeren zu können, dass er doch im WM Tor steht.

Deutschland hat exzellente Torhüter und normalerweise dürfte Manuel Neuer- so schwer es auch ist- wenn man die Leistungsparameter sieht- nicht im deutschen WM Tor stehen.

Joachim Löw sendet seine vorgefertigte Meinung und seine limitierten Freiburger Wertestrukturen an die Spieler und seine Umwelt.

Wer diese nicht zulässt, wird des Spielfeldes verwiesen.

Typen wie Julian Nagelsmann (jüngster Bundesliga Coach) hingegen sagen und leben den entscheidenden Nebensatz….:“ aber Sandro Wagner hat mich auch  wachsen lassen.“

Wer  in der Liga der Spitzenjongleure, den Akteuren mit dem Weltmeistersiegel, den sozio- multikulturellen Gladiatoren es nicht beherrscht, aus jedem Gespräch auch wirklich etwas selbst zu lernen hat das Labeling „Spitzentrainer“ nicht wirklich verdient.

Gerade ein solcher Typ muss in der Lage sein, seine Spieler verstehend und daran wachsend- kommunikativ und transformational zu führen.  Und zwar immer interaktiv, wertschätzend, verstehend und immer um ein wirklich nachvollziehbares lösungsorientiertes Ergebnis bemüht. Auch wenn es noch so schwer für den Betroffenen zu verstehen ist.

Dazu benötigt er die Erfahrung von Jupp Heynckes, die Lern,- und Motivationsfähigkeit von Jürgen Klopp und die Lernbereitschaft der „Jungen Wilden“ wie Nagelsmann und Tuchel.

Tuchel überraschte übrigens am Samstag bei seiner souveränen Vorstellung als neuer Coach bei PSG in der französischen Hauptstadt: „Paris ist die Stadt der Liebe, des Lichts, die Stadt der Romantik, des Abenteuers„, sagte er zunächst auf Französisch, um dann in Englisch fortzufahren: „Ich will, dass wir so spielen – offensiv und intensiv -, dass sich die Fans auch in das Team verlieben.“

Das sind schon Welten.

Fußnote:

Es ist so schön Bundestrainer zu sein, Jogi Löw  (Jahresgage 3,8 Mio Euro – weiter steigend und Werbeverträge im Wert von 6 Mio. jährlich) hat gerade bis 2022 verlängert.

Sportchef Bierhoff Multivermarkter seiner eigenen Agentur und Multimillionär gar bis 2024.

Flankiert von einem beschönigenden Greenhorn  Grindel als DFB Präsident. Das  „Trio Infernale“ sprich Non-Kommunikation zu wirklich wichtigen Themen macht da kräftig  weiter.

Und  vor allem, was es will. Wie Angela Merkel. Halt. Der „gewöhnungsverwahrloste Mainstream“ lässt grüßen.

 

Liebe Geschäftspartner und Freunde des gepflegten Kurzpassspieles, mein dritter offener Brief folgt an Franz Beckenbauer. Hier werden jedesmal (völlig) missglückte Kommunikations Aktionen gewürdigt. Heute betrifft es vor allem die Medien…. Ihnen eine gute Zeit. Merry christmas und happy new Year 2018

Lieber Franz Beckenbauer,

ich erinnere mich noch genau als wir uns kennenlernten. Ich moderierte eine grosse Mercedes Benz Autohaus Eröffnung in Lübeck und Sie waren als Stargast angekündigt. Damals Testemonial von Mercedes Benz. Wir hatten keine Zeit für ein Vorgespräch. Sie kamen aus der „Tiefe der Ausstellungshalle“ und wir gingen direkt „kalt“ ins Interview vor ca. 2000 Gästen.

Es war so wie Sie immer gespielt haben, leicht, einfach, locker, verbindlich, vertraut. Als wenn wir uns immer

Gekannt hätten, präsentierten wir die Neuigkeiten rund um das Autohaus und ihr Leben. Einfach nur  „leicht“

Sie zeigten mir hiernach ihr Auftragsbuch ihres Ziehvaters, Beschützers, Abräumers, Verteidigers und Aufbauers:

Robert Schwan.

So etwas hatte ich noch nie gesehen, wie ausgebucht sie immer waren. Robert Schwan lernte ich dann noch kurz vor seinem Tod bei Müller-Wohlfahrt in München kennen, bei dem ich 2000 lange in Behandlung war, um den NY Marathon am 4.11. 2001 laufen zu können.

Sie waren immer eine Lichtgestalt. Ihr leichtes Spiel, Ihre Grazie des Körperfeelings, ihre fast schwerelose Wendigkeit, Ihren Überblick und die Genauigkeit Ihrer Pässe.

Einfach einmalig.

Sie wurden in  den Olymp des Fussballhimmels gehoben, sie waren dann die beliebteste Werbe-Ikone in den letzten 30 Jahren.

Sie avancierten zur absoluten Produktprostituierten von Suppen, Autos, Handies, Soft,- und Hardware und Botschafter in Sachen Weltfussball. Sie scheffelten hiernach die Millionen. Wie Dagobert Duck.

Nie wussten Sie wirklich, wo Sie waren, Sie hatten nie den Überblick, immer waren Sie für das da was Ihnen Robert Schwan und später dann Marcus Höfl später anboten.

Sie lebten Fussball von Kindesbeinen, Sie lebten das danach dann genauso. Sie setzen sich ein für alles und nichts auf der Welt. Ob in Unterhaching oder New York. Alles rund um Werbung, Verpflichtungen, Verträge, Vereinbarungen machte sie zum Servermechanismus ihrer Selbstbestimmung.

Bei Umfragen der Deutschen, wen Sie  als Bundeskanzler wählen würden, waren Sie und Günther Jauch ganz weit vorne.

An einem Event sahen wir uns wieder und ich fragte Sie nach Ihren Kindern.

Da bekamen sie Tränen in den Augen und überlegten kurz:“ Ja, als ich jung war habe ich alles vernachlässigt. Das bedaure ich noch heute. Aber jetzt im hohen Alter, kann ich die Kinder richtig geniessen und mich darum kümmern.“

Das beeindruckte mich wieder als Sie mir von Ihrem Landleben in Kitzbühl erzählten.

Dann kam das Sommermärchen 2006. Der Vater: Franz Beckenbauer. Der alles veranlasste, der alles organisierte, der den Weg ebnete, dass Deutschland die WM nach Deutschland holte.

Das war ein Quantensprung in diesem Land. Alles aber auch alles spielte mit.

Man jagte die Altvorderen vom Hof und ließ Klinsi ran. Nach der Kokainaffäre sollte es ja eigentlich Christoph Daum richten. Die Organisation war perfekt. Ich war bei allen deutschen Spielen über den Hauptsponsor dabei. Das Wetter war göttlich. Sie flogen mit dem Heli von Spiel zu Spiel und sagten später:

„ Ich wusste gar nicht, wie schön Deutschland von oben ist.“

Die Internationale Presse feierte zum ersten Mal die Deutschen als beste Gastgeber, tolerant, weltoffen die Nationen empfangend. Die Fanmeilen der Städte waren einzigartig.

Wir hatten zum ersten Mal Farbige in den Reihen der deutschen Nationalmannschaft.

Das war der Durchbruch und die wirklich endgültige Beerdigung der Folgen des 2. Weltkrieges.

Die ganze Welt zollte den Deutschen Lob für diese WM . Ich behaupte: Erst jetzt waren wir im Konzert der grossen Länder und Nationen angekommen auf Grund der unvorstellbaren Gastfreundschaft, die Deutschland bei der WM 2006 zeigte.

Das alles wäre ohne Sie ,ohne Franz Beckenbauer nicht möglich gewesen. Ein  Leben für den Fussball, ein Leben für die Leichtigkeit, ein Leben für die „Toleranz der Andersartigkeit“.

Dann wurden Jahre später Recherchen angestellt. Der DFB Präsident musste gehen, viele Vorwürfe wurden laut.  Er versagte kläglich. Die WM wäre verschoben worden.

Sogenannte investigative Journalisten stellten Untersuchungen an, um Ihnen nunmehr nachzuweisen, Sie hätten das Sommermärchen nur durch Korruption ermöglicht.

Die Dokumentation am 19.12 in der ARD schildert Sie als gebrochenen Menschen.

Unvorstellbar. Unglaublich, was da alles geschrieben und gemutmaßt wurde.

Das hat mich bestürzt .

Hier kam die grosse „Lust am Denkmalstürzen“ durch, so wie es Marcel Reif bezeichnet.

Das können und wollen die Deutschen – die Grossen Grössen – stürzen. Über Marcel Reif hatte Beckenbauer mal im Sportstudio gesagt. „ Lassen sie Fussballkommentare und machen Sie lieber in Kultur.“ Grossartig.

Der gesamte Bericht zweier Jorunalisten war ausgerichtet, um die Lichtgestalt Beckenbauer zu beschädigen, anzugreifen und letztlich zu vernichten.

Ich habe sie 30 Jahre quasi begleitet, manchmal mehr (bei der Tournee mit Mercedes Benz) manchmal weniger.

Sie waren immer im Einsatz für den Fussball und letztlich für Ihr Heimatland. Sie konnten sich nie bremsen, sie hatten damit auch nie den Überblick, wie denn auch, und sie haben sich immer auf Freunde und Vetrauensleute verlassen. Zu recht.

Ich glaube Ihnen, dass Sie bis heute nicht wissen, was da eigentlich wirklich schief gelaufen sein soll. Und viele Deutsche ebenso.

Ich bin heute ihr Links,- oder Rechtsverteidiger. Kommunikativ.

Ein Mann der 18 Stunden am Tag arbeitet, kann nicht alle Details wissen. Dafür hatten Sie ihre Leute.

Da kommen zwei Spiegel Journalisten und richten den Stab über Sie. Ohne wirkliche letzte und zwingende Beweise.

Das ist Deutschland 2017.

Man neidet. Man zerstört. Man liebt den Untergang. Man will immer vernichten.

„Leiden und lamentieren ist leichter als Handeln“, ist eine der Hauptdevisen  in diesem Land.

Man wirft Ihnen „beispiellose Zerrisenheit“ vor. Kein  Wort davon glaube ich.

Pault Breitner der Che Guevara Fussballer verteidigt Sie intelligent und unorthodox. Lothar Matthäus macht es limitiert aber auch gut und Ihr Freund Starkoch Alfons Schubeck attestierte ihnen die bespiellose „personifizierte Perfektion“ nach aussen, der die Details daher auch niemals wissen konnte. Und wollte.

Das kann man mehr als verstehen..

Lieber Franz Beckenbauer.

Sie sind neben Pele, Maradonna, Cruyff, Messi ,Ronaldo  der „Fussball-Künstler“ des Jahrhunderts.

Keiner der Genannten hatte und hat die „Leichtigkeit des Seins“ ,die sie auf dem Spielfeld hatten.

Sie sind und bleiben unerreicht.

Wenn ich der Advocatus diaboli wäre, würde ich Sie hiermit frei sprechen von angeblichen Verfehlungen und bin stolz auf den Mann , der das Sommermärchen

2006 ermöglichte und die damit verbundenen unübersehbaren, unvorstellbaren Wahrnehmungsebenen, die fortan Deutschland  widerfuhren.

Im Ausland reibt man sich verwundert die Augen, wie man in  diesem Land die wahren Ikonen zerstört.

Hier ist das Wasserglas immer leer, hier wird geneidet bis zum

„Geht- Nicht-Mehr“.

Hier greift die Weisheit Christian Morgensterns:

„Weil so schließt er messerscharf, nicht sein kann was nicht sein darf“

Ich habe zwei Jahre in den USA gelebt. Da ist man stolz auf seine Heroen und würdigt Sie bis sie von uns gehen auf der „Hall of Fame“. Verfehlungen und Fehler eingeschlossen.

Hier zerstört man die Menschen  so, daß sie sich von Vornherein alle verleugnen lassen (müssen).

So was nennt man Doppelmoral.

Nur einer konnte sich dem entziehen: Altkanzler und Weltmann Helmut Schmidt schaffte es, sich dem zerstörerischen Denken der Deutschen zu entziehen.

Lieber Franz Beckenbauer. Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Weg in die Kitzbühler Landwelt mit Ihrem Berna Sennenhund und den Kindern schaffen. Sie sind und bleiben für mich der grösste Fussballer auf und neben dem Spielfeld der in den letzten 100 Jahren auf den blauen Planeten geboren wurde

In Zeiten ,bei denen ich für Partner grosser Dax- Unternehmen nur 5 euro als Geschenk ausgeben darf und 98 Euro für eine Vip Karte  als geldwerten Vorteil anmelden muss bei einem Fußballspiel, kommt mir nur eine Aussage in  den Sinn. Die ist von Heinrich Heine:

„Denk ich an Deutschland  in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“

 

Von ganzem Herzen Ihr Christoph Schwab

Liebe Geschäftspartner und Freunde des gepflegten Kurzpassspieles, mein zweiter offener Brief folgt an den CEO von Borussia Dortmund. Hans-Joachim Watzke. Nach dem ersten Brief an Uli Hoeneß. Hier werden jedesmal (völlig) missglückte Kommunikations Aktionen gewürdigt. Ihnen eine gute Zeit. Merry christmas und happy new Year 2018

Lieber  Herr Watzke,

damit hatten  wir alle gerechnet resp. die vielen Fußballfans.
“ Sie hatten immer ein unsicheres Gefühl“. Traten Sie jetzt nach

als sie mit ihrem Wunschtrainer Herrn Bosz zusammengearbeitet haben.

Kaum war der Herr vom Borsingplatz plauderten Sie auf einer Veranstaltung öffentlich.

Bravo.

Seit sie bei Borussia Dortmund das Zepter schwingen habe ich des Öfteren

ein „ Unsicheres Gefühl“, was Ihre Kommunikation und ihre Handlungen angeht.

Höhepunkt war der Streit mit Thomas Tuchel.

Jeder Strassenfussballer weiß, dass Herr Tuchel menschlich nicht einfach ist, aber fußballerisch einer der besten der Liga.

Mittlerweile

Ich erinnere mich noch zu genau, als Thomas Tuchel am 28.6.2009 mit der FSV Mainzer 05 er A. Jugend die haushohen Favoriten Borussia Dortmund  am Bruchweg vor 11000 Zuschauern mit 2:1 schlug und Deutscher Meister wurde.

Der Mann hat ein Jahr extrem an sich selbst und seiner Perfektion gearbeitet als er zu ihnen kam.
So einen muss man auszuhalten lernen.

Sie haben sich in kleinen Scharmützeln und Engstirnigkeiten eine erst interne dann externe Schlacht geleistet, die nach hinten losging. Sie sind teilweise zwischen den Meinungen der Spieler,

des Trainers und der Öffentlichkeit hin und her gesprungen als wirklich hinter den Kulissen kommunikative Brände zu löschen. Das ist die Aufgabe eine guten Vereins CEO. Zu verstehen. Zu analysieren. Auf andere zuzugehen. Zu löschen. Und zu finalisieren. Im Sinne der Fans, der Shareholder, der Ultras, der Medien und vor allem: Gegenüber der Mannschaft.
Sie hingegen wollen grosse Fussballwelt spielen. Der Hauptdarsteller dabei: Hans-Joachim Watzke. Ihre Durchlaucht gibt sich die Ehre.
Das können sie aber nur mit disziplinierten Paradiesvögeln.
Auch die unterschiedlichsten Spieler sind dem Trainer unterstellt und der wird’s richten.

Don Kloppo konnte das und Herr Tuchel ebenfalls. Der CEO spielt dabei immer die zweite Geige. Er gleicht aus, er moderiert, er veranlasst, er stellt klar, er verbindet immer intern und lautlos möglichst, aber nicht laut-HALS nach aussen. Wie Sie.

Wenn sie denn dann unsicher waren mit Herrn Bosz , warum haben sie sich nicht vorher genau informiert über sein Spielsystem bei Ajax und seine Kompetenzen in Sachen Strategie und Performance. Auf dem Feld.
Nein, sie wollten nachdem Sie Herrn Stöger nicht bekommen haben im Erstkontakt schnell mit einem Schnellschuss die phantastischem Dortmund Fans beschwichtigen. Und das ging gründlich in die Hose.

Ihre PK habe ich gesehen. Mit Ihrem hochtönig vibrierenden Herrn Zorc. An Ihrer Seite. Ihre schmalen Lippen verzogen sich kaum. Sie weinten innerlich und bewunderten sich in Ihrem Leidensstatus. Sie wollten die Fans in Ihrem Leiden mitnehmen und hören sagen:

“ Ach Aki nimm das nicht so ernst, Du hast bisher soviel Geld verbrannt, da kommt es auf die 5 Millionen Abfindung für Herrn Bosz auch nicht mehr drauf an.“

Ja sie wollten die Fans leidend mittnehmen. Nach 20 Minuten ertappte ich mich dabei, auch zu trauern. Da schaltete ich ab. Sie haben die Leidensfähigkeit von Martin Schulz. Soweit liegt Würselen ja auch nicht weg von Dortmund.
Jahrelang haben Sie sich mit Uli Hoeneß öffentlich gekabbelt. Er ist ein anderes Kaliber als Sie. Uli Hoeneß hat etwas was sie nicht haben.  Eine durchgehende Empathie und tiefe Zuneigung zu seinen Protagonisten auf und neben dem Feld.

Uli Hoeneß ist einmal mit dem Flugzeug und das zweite mal mit dem Finanzamt abgestürzt Beides hat er überlebt. Sie sind noch nie abgestützt, immer haben andere geholfen.

Als Ihnen das Wasser bis zum Hals stand hat Ihnen Uli Hoeneß geholfen.

Sie sind sicherlich ein ordendlicher Kaufmann aber sicherlich auch kein Souveräner Leader. Schade.

Sie sind nicht souverän. weil sie zu sehr sich selbst sehen- das ist das Urproblem.

Nehmen sie sich mehr zurück und arbeiten sie im Hintergrund. Der Applaus muss ohne Ansage kommen. Sie aber buhlen öffentlich immer um Ihr Ego, dass sie mit dem Anzug der Borussia verkleiden. Beschäftigen Sie sich mit Visionen für diesen besonderen Verein. Sie waren ratlos am Samstag, dem 16.12. 2017 im Sportstudio als Sie danach gefragt wurden wichen Sie aus. Peinlich.

Sie haben viel an HR Kapital an Spielern verloren, aber immer gut nachgerüstet.

Aber einen souveränen Umgang mit der „Tyrannei der Fussballumstände“ ,das sollte man doch schon von einem Präsidenten von Borussia Dortmund erwarten.
Stehen sie zu ihrem Wunschtrainer Bosz und treten sie doch nicht derart nach. Sie demontieren sich selbst und das öffentlich. Ein No go.

Lernen Sie interne wie externe Kommunikation und suchen sich Sparringspartner. Die Ihnen helfen.
Ich würde ihnen nicht mein Auto leihen.
Es ist ein Mini.
Sie würden es nicht nehmen wollen.
Mit besten Genesungswünschen

Ihr Christoph Schwab

Offenen Kommunikationsbrief 1 – Uli Hoeneß

Lieber Uli Hoeneß,
als Sie am 17.2. 1982 abstürzten mit dem Kleinflugzeug im
Moor in Resse bei Hannover lag ich Bett und freute mich auf den Fußball Länderspiel in Hannover zwischen Deutschland und Portugal im Niedersachsenstadion.
Da wollten Sie hin. Kamen nie an. Aber überlebten als Einziger den Absturz der Piper.
Mit an Bord Pilot und Skifahrer Wolfgang Junginger, Verleger Helmut Simmler, Co Pilot Thomas Kupfer.
Sie verloren drei Freunde. Und erhielten Ihr Leben. Zurück.
Sie haben den FC Bayern das werden lassen, was er heute darstellt.
Ein Fußball-Weltunternehmen. Das sollte einfach so SEIN.
Ich würde sie als Kanzlerkandidat wählen wie viele Deutsche. Egal was geschah.
Sie sollten fortan Großes Bewegen.
Fehler machen wir alle. Frau Merkel macht keine Fehler.
„ Ich wüsste nicht, was wir falsch gemacht haben“ sagte Sie nach der Bundestagswahl.
Erinnern Sie sich noch an die
„Nacht von Belgrad“?
Ich weiß, das tut jetzt weh.
Welt,- und Europameister Deutschland stand im Endspiel um die Europameisterschaft.
Gegner war die Tschechoslowakei. Am 20.6.1976.
Es war das 1. Finale eines großen Turniers bei der zum 1. Mal das Elfmeterschießen nach Verlängerung angesetzt wurde.
Normalerweise hätte das Spiel nach dem 2:2 am darauffolgenden Dienstag wiederholt werden müssen.
Aber DFB Präsident Herrmann Neuberger, Bundestrainer Helmut Schön und Teambetreuer Erich Deuser baten erstmalig um ein Elfmeterschießen.
Sie jagten die Lederkugel hoch übers Tor in den Belgrader Nacht-Himmel. Und verloren dadurch die EM.
Eine Milliarde Menschen weltweit an den Bildschirmen waren Zeuge.
Chefkommentator Ernst Huberty verschlug es die Stimme.
Jetzt haben Sie wieder einen Elfmeter verschossen.
Sie treten dem Betreuer Team Ihres Ex-Trainers Carlos Anccelotti in den Götz von Berlichen:
“Mit den Assistenten von CA hat es vorne und hinten nicht gepasst.
Aber da war jeden Tag irgendeine Streiterei zwischen den Physios, den Medizinern und den Trainern von CA. Und in einem solchen Umfeld kannst Du nicht vernünftig arbeiten“
Das können Sie natürlich machen, aber nur dann, wenn Sie die Verantwortung übernehmen.
Sie haben CA eingekauft. Sie haben seine Familie und seine Freunde eingekauft. Sie wussten, was da an Italienischer Großfamilie auf Sie zukommt. Dafür haben Sie ja auch 15 Millionen Abfindung gezahlt für die „schrecklich nette Familie“.
Ähnlich wie Herr Draghi für Italien die Zinsen so lange unten lässt wie er als EZB Präsident bis 2019 regiert. So ist das halt.
Auch wenn Herr Weidmann noch so jammert.
Sie haben in den letzten drei Jahren viel gelernt. Wie Sie immer wieder betonen.
Übernehmen Sie bitte kommunikative Führung, übernehmen Sie grundsätzlich und vollumfänglich die Verantwortung bei personellen Entscheidungen
Suchen Sie nie die Schuld bei der
„Tyrannei der Umstände“.
Sie haben Sie ja so mitgestaltet. In der „Gewöhnungsverwahrlosung“ des täglichen Fußball Wahnsinns.
Bei dem die „Analphabeten des Weltfußballs“ Ihren Hintern und die Ihrer Freunde & Familien vergoldet bekommen.
Menschen machen Fehler. Entscheider Verschießen auch mal einen Elfmeter. Wie 1972 als Ihr verschossener Ball zehn Meter über den Querbalken ging…
Das macht Sie menschlich. Das macht Sie sympathisch……

Aber hören Sie auf öffentlich zu nörgeln;

nur Sie selbst sind verantwortlich für Ihre Entscheidungen-also sind Sie auch für die Konsequenzen Ihres Handels voll verantwortlich….

Mit vollem Herzen

Ihr Christoph Schwab

Die Magie CHANGE MANAGEMENT als Muss…

Warum Bayern München mit Carlo Ancelotti noch stärker wird. Was können Führungskräfte und Angela Merkel daraus lernen?

Als am 4. Juli 2013 ein spanischer Trainer deutschen Boden betrat oder besser von links kommend – irgendwie deutsch sprach – in Turnschuhen und Bluejeans, war klar: Hier wurde eine Zeitenwende eingeleitet.
Pep Guardiola hat die Mannschaft, die Bundesliga, die Wahrnehmung von außen und die Kommunikation entscheidend verändert. Weiterlesen