Liebe Geschäftspartner und Freunde des gepflegten Kurzpassspieles, mein zweiter offener Brief folgt an den CEO von Borussia Dortmund. Hans-Joachim Watzke. Nach dem ersten Brief an Uli Hoeneß. Hier werden jedesmal (völlig) missglückte Kommunikations Aktionen gewürdigt. Ihnen eine gute Zeit. Merry christmas und happy new Year 2018

Lieber  Herr Watzke,

damit hatten  wir alle gerechnet resp. die vielen Fußballfans.
“ Sie hatten immer ein unsicheres Gefühl“. Traten Sie jetzt nach

als sie mit ihrem Wunschtrainer Herrn Bosz zusammengearbeitet haben.

Kaum war der Herr vom Borsingplatz plauderten Sie auf einer Veranstaltung öffentlich.

Bravo.

Seit sie bei Borussia Dortmund das Zepter schwingen habe ich des Öfteren

ein „ Unsicheres Gefühl“, was Ihre Kommunikation und ihre Handlungen angeht.

Höhepunkt war der Streit mit Thomas Tuchel.

Jeder Strassenfussballer weiß, dass Herr Tuchel menschlich nicht einfach ist, aber fußballerisch einer der besten der Liga.

Mittlerweile

Ich erinnere mich noch zu genau, als Thomas Tuchel am 28.6.2009 mit der FSV Mainzer 05 er A. Jugend die haushohen Favoriten Borussia Dortmund  am Bruchweg vor 11000 Zuschauern mit 2:1 schlug und Deutscher Meister wurde.

Der Mann hat ein Jahr extrem an sich selbst und seiner Perfektion gearbeitet als er zu ihnen kam.
So einen muss man auszuhalten lernen.

Sie haben sich in kleinen Scharmützeln und Engstirnigkeiten eine erst interne dann externe Schlacht geleistet, die nach hinten losging. Sie sind teilweise zwischen den Meinungen der Spieler,

des Trainers und der Öffentlichkeit hin und her gesprungen als wirklich hinter den Kulissen kommunikative Brände zu löschen. Das ist die Aufgabe eine guten Vereins CEO. Zu verstehen. Zu analysieren. Auf andere zuzugehen. Zu löschen. Und zu finalisieren. Im Sinne der Fans, der Shareholder, der Ultras, der Medien und vor allem: Gegenüber der Mannschaft.
Sie hingegen wollen grosse Fussballwelt spielen. Der Hauptdarsteller dabei: Hans-Joachim Watzke. Ihre Durchlaucht gibt sich die Ehre.
Das können sie aber nur mit disziplinierten Paradiesvögeln.
Auch die unterschiedlichsten Spieler sind dem Trainer unterstellt und der wird’s richten.

Don Kloppo konnte das und Herr Tuchel ebenfalls. Der CEO spielt dabei immer die zweite Geige. Er gleicht aus, er moderiert, er veranlasst, er stellt klar, er verbindet immer intern und lautlos möglichst, aber nicht laut-HALS nach aussen. Wie Sie.

Wenn sie denn dann unsicher waren mit Herrn Bosz , warum haben sie sich nicht vorher genau informiert über sein Spielsystem bei Ajax und seine Kompetenzen in Sachen Strategie und Performance. Auf dem Feld.
Nein, sie wollten nachdem Sie Herrn Stöger nicht bekommen haben im Erstkontakt schnell mit einem Schnellschuss die phantastischem Dortmund Fans beschwichtigen. Und das ging gründlich in die Hose.

Ihre PK habe ich gesehen. Mit Ihrem hochtönig vibrierenden Herrn Zorc. An Ihrer Seite. Ihre schmalen Lippen verzogen sich kaum. Sie weinten innerlich und bewunderten sich in Ihrem Leidensstatus. Sie wollten die Fans in Ihrem Leiden mitnehmen und hören sagen:

“ Ach Aki nimm das nicht so ernst, Du hast bisher soviel Geld verbrannt, da kommt es auf die 5 Millionen Abfindung für Herrn Bosz auch nicht mehr drauf an.“

Ja sie wollten die Fans leidend mittnehmen. Nach 20 Minuten ertappte ich mich dabei, auch zu trauern. Da schaltete ich ab. Sie haben die Leidensfähigkeit von Martin Schulz. Soweit liegt Würselen ja auch nicht weg von Dortmund.
Jahrelang haben Sie sich mit Uli Hoeneß öffentlich gekabbelt. Er ist ein anderes Kaliber als Sie. Uli Hoeneß hat etwas was sie nicht haben.  Eine durchgehende Empathie und tiefe Zuneigung zu seinen Protagonisten auf und neben dem Feld.

Uli Hoeneß ist einmal mit dem Flugzeug und das zweite mal mit dem Finanzamt abgestürzt Beides hat er überlebt. Sie sind noch nie abgestützt, immer haben andere geholfen.

Als Ihnen das Wasser bis zum Hals stand hat Ihnen Uli Hoeneß geholfen.

Sie sind sicherlich ein ordendlicher Kaufmann aber sicherlich auch kein Souveräner Leader. Schade.

Sie sind nicht souverän. weil sie zu sehr sich selbst sehen- das ist das Urproblem.

Nehmen sie sich mehr zurück und arbeiten sie im Hintergrund. Der Applaus muss ohne Ansage kommen. Sie aber buhlen öffentlich immer um Ihr Ego, dass sie mit dem Anzug der Borussia verkleiden. Beschäftigen Sie sich mit Visionen für diesen besonderen Verein. Sie waren ratlos am Samstag, dem 16.12. 2017 im Sportstudio als Sie danach gefragt wurden wichen Sie aus. Peinlich.

Sie haben viel an HR Kapital an Spielern verloren, aber immer gut nachgerüstet.

Aber einen souveränen Umgang mit der „Tyrannei der Fussballumstände“ ,das sollte man doch schon von einem Präsidenten von Borussia Dortmund erwarten.
Stehen sie zu ihrem Wunschtrainer Bosz und treten sie doch nicht derart nach. Sie demontieren sich selbst und das öffentlich. Ein No go.

Lernen Sie interne wie externe Kommunikation und suchen sich Sparringspartner. Die Ihnen helfen.
Ich würde ihnen nicht mein Auto leihen.
Es ist ein Mini.
Sie würden es nicht nehmen wollen.
Mit besten Genesungswünschen

Ihr Christoph Schwab

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.