Die 10 Fehler des Joachim Löw und der DFB Spitze angeführt von Oliver Bierhoff und was die Wirtschaft, Politik und Gesellschaft daraus lernen könnten.

 

Der Ausverkauf der Seelen & Resonanzen

 

Ausgangssituation:

Bevor es losgeht, sollte man zur Erinnerung noch mal meine Blogeinträge der Vergangenheit lesen. Ich war und bin immer sehr kritisch gegenüber Joachim Löw gewesen.  Jetzt schließt sich leider folgerichtig der Kreis.

  1. Zwischen Selbstwertgefühl und Selbstüberschätzung und dem Zufall des Lebens! Deutschland wurde nicht wegen, sondern trotz Jogi Löw Weltmeister. Eine kritische Einordnung!

Vom 21.07.2014 https://dr-schwab.de/blog/

  1. Die Nicht-Nicht Kommunikation des Joachim Löw. Warum der Fußball Bundestrainer immer wieder an seinem Personal scheitert.

Vom 22.05.2018 https://dr-schwab.de/blog/

 

Statuts quo:

Man muss, wenn man die Causa Löw betrachtet, diesen Mann ausschließlich mit dem Team Manager Oliver Bierhoff zusammen sehen. Beide haben sich seit 12 Jahren  füreinander verschrieben. Und es geht weiter…

Geschäftiger Geist, wie nah fühl ich mich Dir!“ –
Du gleichst dem Geist, den du begreifst,
Nicht mir!

Von Goethe geschrieben und gezeichnet

 

Der Teufelspakt, Stahlstich von Julius Nisle (um 1840)

 

Im sogenannten Teufelspakt verpflichtet sich Mephistopheles, Faust im Diesseits zu dienen und hier alle Wünsche zu erfüllen. Im Gegenzug ist Faust bereit, dem Teufel seine Seele zu überantworten, falls es diesem gelinge, ihm Erfüllung und Lebensglück zu verschaffen

(Faust: Werd‘ ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! du bist so schön! / Dann magst du mich in Fesseln schlagen, / Dann will ich gern zugrunde gehn! (1699–1702).)

 

Hier also haben sich Bierhoff und Löw ewige bittere  Treue geschworen.

Sie dienen sich gegenseitig in Mammon und Seelenübernahme. Koste es, was es wolle. Wobei für mich Bierhoff der Mephisto ist und Löw mehr der „naive“ Faustus. Beide entsprechen sich aber deckungsgleich.

In Ihrer Konsequenz der Ausbeutung des eigenen Behaviours.

Wir haben also weitere Jahre vor uns mit einem undurchsichtigen System aus Marketing, Personalgeschachere, einer PR Bevormundung  und Schönrednerei, die in Deutschland zum größten Wirtschafts -und Vereinskrimi der nächsten Jahre werden wird.

Die Süddeutsche deckte schon vor Jahren dieses „maffiöse System“ des Herrn Bierhoff auf, der DFB billigte und sah keine Compliance Gefahr. Wie grob fahrlässig, ja tödlich.

Strohmann Grindel und Vorgänger haben immer alles gedeckt. Grindel strebt nach grossen Ämtern überall in der Welt ohne zu wissen, wie man mit schwieriger Ereigniskommunikation umgeht.

Bierhoff, Grindel und Löw sind ein unheilvolles „Trio Infernale“ geworden.

Hast Du Erfolg fällt es nicht weiter so auf. Bleibt der Erfolg aus oder Du erlebst diesen „unvorstellbaren Vorgang eines Druckabfalles“ wie es bei manchen Fluglinien heißt, treten sofort die „Blindwalk- Detektive“ auf. Das macht der Journaille so richtig Spass, denn „Leiden ist ja proaktives Jammern und leichter als wirkliches Handeln“

Der weltgrösste  Fußballverband  wird von einem Nationalmannschaft Direktor geführt, der keine Grenzen mehr zu kennen scheint. Mit sage und schreibe 100 Mitarbeitern führt er die größte Marketing Abteilung eines deutschen Unternehmens.

(der DFB ist ein eingetragener Verein)

In der Verbandszentrale  des DFB in Frankfurt wird er nur „Superminister“ genannt. Sein Vorgesetzter Friedrich Curtius und sein Präsident Reinhard Grindel fungieren beide als willige ahnungslose Strohmänner. Geblendet von dem WM Erfolg 2014.

Im Schatten dieser beiden hat Oliver Bierhoff ein System mit seiner eigenen Agentur projektB. installiert, das einem afrikanischen Präsidialsystem der Korruption in Nichts nach steht. Sein Vertrag wurde gerade verlängert –  bis 2024. Vor der WM. Der von Löw bis 2022. Komplett unvorstellbar eigentlich.

Ein Meilenstein seines Schaffens soll das Projekt des Aufbaus der neuen DFB-Akademie an der Frankfurter Galopprennbahn sein. 150 Millionen Euro schwer. Und jahrelang in Prozessen erstritten.

„ Die Akademie unter der neuen Leitung von Oliver Bierhoff ist ein ganz wichtiges Instrument, um besser zu werden,“ sagte der DFB Präsident Reinhard Grindel nach dem WM – Aus. Offensichtlich hat man dem Sonnenkönig des deutschen Fußballs alle Freiheiten eines Diktators gegeben. Entscheidung nach Gutsherrenart könnte man auch sagen.

 

Zum Hintergrund:

Ich darf einen GF nicht zu einem Bundesligaspiel einladen aus Compliance Gründen. Wir dürfen uns allenfalls treffen, wenn er selbst eine Karte privat kauft. Herr Bierhoff vermarket in einer gnadenlosen „Selbst-Sucht“ vom DFB Koch , über das T- Shirt bis zu Bratwurst in Bundesligastadien alles was nicht „niet,- und nagelfest“ ist.

Das Schlimmste, was er zu WM veranstaltet war, den Begriff  „Die Mannschaft“, von der weltberühmten französischen Sportzeitung „L´ Équipe“ (die seit Jahrzehnten von „La Mannschaft“ schreibt) zu klauen und diesen (Waren-) Stempel dem deutschen DFB-Auswahlteam als branding design aufzudrücken.

Wir sind jetzt wie Coca Cola, Levi´s oder Marlboro, die Premiummarke „die Mannschaft“ – und nicht mehr das bundesdeutsche common good: das Gemeingut „die Nationalmannschaft“.

Wir sind nicht mehr die Fußballweltmeisterschaft sondern die FIFA WM.

Alles wird vermarktet, die Wertestruktur des Fußballs wird dem Teufel verkauft.

Die Fans haben dabei lediglich da zu sein, den Mund  zu halten und zu applaudieren. Das Fußball Geschehen des Nationalmannschaft-Direktors Oliver Bierhoff reduziert sich auf „ Kohle- Kohle –Kohle“.

Immer weiter in den Ab-Werte Kosmos….

Ob es da einen Herrn Özil gibt, stört nur.

Die Fußballspieler sind dabei moderne und herzlose Roboter, die nur eins zu erfüllen haben, zu funktionieren und Mammon zu generieren. Daher ist eine Ballmaschiene wie Toni Kross herzlich willkommen und geniale Outsider wie Sane, Kruse und Wagner  Spieler- non- grata.

Lange hat man geschwiegen, jetzt ist er Mesut Özil erst schuld am WM Debakel und dann wieder nicht, weil man ja was sagte, aber es nicht so meinte. Was denn nun Herr Bierhoff?

Überhöhte Umsatzzahlen und ein Schuldiger für die WM: Özil. Unfassbar. Özil hat immerhin 91 Länderspiele auf dem Schalker Buckel. Sein Ex-Trainer Arséne Wenger hat sich auch besorgt geäußert zu den leblosen Leistungen seines Ex- Starspielers. Wer nicht geschützt und gestärkt wird, bringt keine Leistungen. Ist (psycho-)logisch. Und der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland fordert den Rücktritt von Grindel und Bierhoff. Bravo.

Am Ende des Tages stehen Zahlen, sehr große Zahlen. Und Schuldige. Für Oliver Bierhoff und Joachim Löw ist Mesut Özil der Judas des Fussballs. Keiner dieser feinen Herren übernimmt wirklich Verantwortung. Der eine mit 30 Millionen im Jahr (Bierhoff) der andere mit 15 Millionen im Jahr (Löw) allesamt mit durch den DFB Präsenz generierte Mehrwert- Multiplikation ihres gierigen „Werbe-Ichs“.

Ich war Gast bei einer Telekom Veranstaltung vor 10 Jahren in Berlin. Alle Präsidenten, Sportchefs und Trainer waren eingeladen der deutschen Bundesliga. Franz Beckenbauer ermunterte mich, Herrn Bierhoff anzusprechen, und um einen Termin zu bitten, um ihm detailliert eine Profi-Kommunikations-Matrix für Fußballspieler vorzustellen.

Das Ziel: Wie können Fußballer effizienter kommunizieren und sich durch Wahrnehmungs-Kongruenz besser mit der Führung verstehen?

Das war der dann der kürzeste Dialog, den ich je in meinem Leben erlebt habe.

„ Guten Tag Herr Bierhoff, darf ich sie ansprechen meine Name ist Christoph Schwab“

„Ja Gerne“

„Ich habe eine Kommunikations-Matrix für Profi Fußballer entwickelt und würde Ihnen diese gerne bei einem Termin vorstellen“

( Anmerkung mit Ereigniskommunikation)

„ Der DFB hat keinen Handlungsbedarf:“ „Vielen Dank für diese profunde Aussage. Schönen Abend noch“

Erst später erfuhr ich, dass Herr Bierhoff ja mit seiner Agentur jeden Kieselstein vermarktet. (siehe oben)


Ich plädiere für den sofortigen Einsatz unabhängiger Wirtschaftsprüfer, die jede Zahl umdrehen und alles exakt prüfen, um die Machenschaften des Herrn Bierhoff aufzudecken. Gleichzeitig beantrage ich die Überprüfung der Personalie Bierhoff allgemein. Hier stellen sich zwingende Fragen:

Was befähigt Herrn Bierhoff den Job bei DFB wirklich ausführen zu können?

Wer hat ihm wirklich zum Diplom Kaufmann verholfen?

Und hat er seine Diplomarbeit wirklich  selbst verfasst??

Andere Herren wie z.B der Verteidigungsminister von und zu Guttenberg mussten nach  einer intensiven  Prüfung gehen.


Herr Löw sagte im  ersten Statement, er übernehme Verantwortung. Nicht geschehen. Er hat sich bis August zurückgezogen, um nachzudenken.

Jetzt werden beide Herren bis 24.08 verdonnert endlich über die Konsequenzen Farbe zu bekennen. Das sind noch 5 Wochen. Viel zu lang.  Denn am 06.09 geht es ja gegen den Weltmeister Frankreich.

Unfassbar das einen CEO eines Unternehmens zu fragen.

Dieser Mann darf straffrei sprechen und sagen ohne es zu meinen, wir interpretieren und er rudert zurück.

Darum waren Sie wenig angreifbar bei Erfolgen und jetzt umso mehr bei Misserfolgen. Beide müssten sofort zurücktreten nach dem Debakel bei der WM 2018 gegen Südkorea. Ein Abschied nach der WM 2014 wäre konsequent gewesen wie Phillip Lahm, ein Abschied jetzt nach dem frühzeitigen Ausscheiden logisch. Ein späterer Rücktritt 2018/2019 wird hingegen unehrenhaft.  Aber er wird kommen.

Die 10 Fehler

 

  1. Wahrnehmung und Sendung

Joachim Löw konnte noch nie richtig kommunizieren. Seine Aussagen und Sendungen sind nebulös, vage, nicht definitiv und ungefähr. Ihm fehlt Tiefe und eine wirkliche Strategie, ein roter Faden. Die Pressekonferenz vor dem 1. Spiel in Moskau war eine einzigartige Katastrophe.

„Betroffenheits- Verharmlosung“  würde ich das nennen. Es hätte noch gefehlt, er hätte geweint. Kein Ausdruck, kein Pathos keine Leidenschaft, keine Motivation: Nur Belanglosigkeiten. DFB Präsident Grindel redete sich  dabei über die Personalie Gündogan/Özil um „Kopf und Kragen“.

 

  1. Ereigniskommunikation 

Joachim Löw ist schon immer fast jedem Konflikt aus dem Weg gegangen. Die wirkliche Aussprache mit Michael Ballack nach der WM 2010 hat nie stattgefunden. Oder wurde beschönigt. Mittelstürmer Stefan Kissling (Bundesliga Dauer-Goalgetter und Torschützenkönig der Bundesligasaison 2012/2013) wartet bis heute auf ein klärendes Gespräch mit dem Bundestrainer, warum er nicht der richtige Mann für die Nationalmannschaft war. Querköpfe wie Kruse, Wagner und Sané haben und hatten nie eine echte Chance.

Joachim Löw braucht die Wohlfühlatmosphäre der Ja-Sager. So hat er über Jahre solche Menschen um sich geschart, die ihm wohlfeil nach dem Munde reden. Eine wirkliche klare Aussage und Schutz für seine deutsch-türkischen Schützlinge – egal wie auch immer geartet- hat es nie gegeben. Im Gegensatz zum schwedischen Durmaz: dieser wurde nach dem Spiel von der ganzen Mannschaft geschützt. Hier hat besonders der Teamanger Oliver Bierhoff und die gesamte DFB Spitze völlig versagt. Beide Spieler hätten entsprechend geführt, erklärt und dann gestärkt werden oder nach Haus geschickt werden müssen.

Es war eine läppische Erklärungsdebatte nach dem Motto:

Wasch mich, aber mach mich nicht nass. 

 


Ereignis Kommunikation lernt man in Trainings & Coachings.

Wie erkläre ich Mitarbeitern und oder Spielern was eine verheerende Auswirkung haben kann und wie man bestimmte Ereignisse entschärft und löst. Dazu bieten sich Verständnisfragen, Zwischenfragen, Nachfragen an, um den anderen wirklich in seinen Motiven zu verstehen.

Mit langen Pausen versehen erklärt sich der Empfänger. Dann werden Gegenpositionen erläutert und Meinungen übereinandergelegt. So etwas nennt man Wahrnehmungskongruenz. Daraus ergeben sich dann Kommunikations,- und Verhaltensmodule für alle, die nach innen und außen gesendet werden. Das hilft dem Verursacher genauso wie dem Team selbst,  baut Vertrauen auf und vereitelt endlose Debatten danach (wie eben hier geschehen mit Herrn Grindel, der ebenso unglücklich agiert wie sein Vorgänger Niersbach)

https://www.youtube.com/watch?v=MrL3BfuZ8vo


 

Beide Spieler zum Bundespräsidenten zu schicken, war wohl die denkbar schlechteste Lösung. Beide Parteien wussten nichts miteinander anzufangen. Danach hat Herr Steinmeier auch noch reüssiert in der Zeit und das Debakel war perfekt.

Eine Kommunikationsabteilung muss unbedingt die Bedingungen der Ereigniskommunikation beherrschen, sonst ist sie fehl am Platze.

Bestes Beispiel dafür waren die wochenlangen besonnenen Auftritte des CEO der Lufthansa Carsten Spohr nach dem unvorstellbaren Absturz der German Wings Maschine in den französischen Alpen

https://www.youtube.com/watch?v=8-dbcgikwDY

 

  1. Personalhörigkeit 

Joachim Löw hat sich schon immer auf ein bestimmtes Personal verlassen und gesetzt. Das waren vor allem wachsweiche, nicht widersprechende Mainstream Akteure. Ihm war es völlig egal, wer überdurchschnittliche Leistungen brachte:

Hauptsache kein Widerspruch.

Seine Nibelungentreue geht durch alle Mannschaftsteile und die seines Beraterstabes. (Assistenten wie Schneider/Sorg sind unscheinbare Erfüllungsgehilfen, Thomas Schneider als Cheftrainer gescheitert bei Stuttgart. Torwarttrainer ist Andreas Köpcke, Chefscout Urs Siegenthaler hochstilisiert als Dr. Allwissend, lag in der Mexiko Bewertung der Spielweise total daneben. Chefpsychologe Horst Dieter Herrmann tritt zu wenig  in Erscheinung und wenn kommt da wenig Erbauliches und Unterstützendes aus seinem Mund.

(Stichwort „Transformationale Führung“)

Allesamt sind Sie jetzt 14 Jahre an Joachims Löw Seite. Da treten schnell Verschleißerscheinungen auf. Und man generiert fortan immer mehr Selbstgefälligkeiten, die in der Wechselwirkung mit dem gemeinen Fan und der Öffentlichkeit oft tödlich enden.

Auch hier ähnelt er wieder flagrant der Bundeskanzlerin, die sich in 12 Jahren nur mit Ja-Sagern umgeben und alle wichtigen Leute weggebissen hat. Schon Altkanzler Schmidt, den das Volk mit 90 Jahren noch mal zum Bundeskanzler gewählt hätte, sagte, dass zwei Amtszeiten von insgesamt acht Jahren schon fast eine zuviel wären. „Honeymooner“ Schröder bestätigte das dieser Tage auch. Das amerikanische Wahlrecht sieht auch folgerichtig max. zwei Wahlzeiten vor und das ist zielführend.

Der größte Klebstoff des menschlichen Behaviours ist: habits – DIE GEWOHNHEIT/en.

Die Gewohnheit hält schnell Einzug und zerstört jedweden Fortschritt,-und Veränderungswillen wie auch die Bereitschaft dazu. Das sieht man sehr gut in afrikanischen Regierungen, die einmal gewählt einfach nicht abtreten wollen aus purer Gewohnheit und Machterhalt.

Die Amtszeiten des Bundestrainers müssten auf max. zwei Perioden gedeckelt werden.

Einfaches Beispiel wie es auch anders geht, sind die Abgänge der CEO von Bayer (M.E. Johannes Dekkers war bis 01.04.2016 CEO bei der Bayer AG, ging auf dem Höhepunkt seines Schaffens).

Kaspar Rohsted ging am 30.4. 2016 als CEO von Henkel zu Adidas .

Nachfolgerübergabe an Hans Van Bylen in hervorragendem Zustand.

Was heißt das für Sie Herr Rohsted??

Dax-Chefs müssen heute deutlich globaler sein als vor 20 Jahren. In anderen Sprachen kommunizieren, ein gewisses Verständnis für die Kultur von Amerikanern oder Chinesen haben. Früher waren deutsche Manager vielleicht ein bisschen respektlos. Heute sollte man nahbar sein. Einigermaßen höflich. Und klar. Unsere Konzernsprache ist Englisch, das ist für viele hier nicht die Muttersprache. Man muss also sehr eindeutig kommunizieren.

Sagen Ihre Wettbewerber auch.

Wenn ich mit Freunden über Adidas spreche, rede ich über Jesse Owens 1936, über den Fosbury-Flop, über Muhammad Ali. Diese Ikonen sind Teil unserer Geschichte. Das unterscheidet uns. Einer der Gründe, warum Deutschland 1954 Fußballweltmeister wurde, waren unsere Schuhe – das sehen hier alle so. Eine junge Firma hat viele Vorteile, aber sie hat keine Geschichte.

Noch Fragen Herr Löw?

 

  1. Spiel- System- Wettbewerb-Strategie

Joachim Löw hat 36 Nationalspieler, die alle gut ausgebildet sind.

Die Erfolge der Jugendmannschaft U 19, U 21 und U21 sind wirklich beeindruckend. Der Gewinn des Confed Cups dazu letztes Jahre extraordinär. Joachim Löw schöpft aus dem Vollen.

Die deutsche Nachwuchsarbeit in den Bundesleistungszentren ist gut.

Die Spieler beherrschen mittlerweile fast alle Spielformationen. Das könnte man einsetzen. Joachim Löw ist jedoch zu starr.

Ob 4-2-2 oder 4-3-3 oder andere Systeme. Das bedarf einer strategischen und zielgeführten Grundausrichtung und großen Erfahrung. Joachim Löw ist bereits 58 aber beherrscht das ständige Wechseln in Systemen einfach nicht. Er ist limitiert. Und kann auch das neue moderne Umschaltspiel nicht. Er hängt am Ballbesitz-Fußball fest, der grundsätzlich nicht schlecht ist aber ständig auf den Prüfstand kommen muss.

Die Mannschaften bei der WM 2018 waren allesamt athletischer, wesentlich schneller und austrainierter sowie laufbereiter als 2014.

Dazu bedarf es Wendigkeit, Agilität, Wachheit, Mut – und den Blick über den Schwarzwälder Hochtalrand hinaus.

 

  1. Gruppe versus Team

Ein Team ist dann ein Team wenn es schnittstellenfest agieren kann. Dieses Team muss man zusammen schweißen. Das kann ein Teamleader wie Al Pacino in dem Film „Any Given Sunday“, wie Jochen Klopp beim FC Liverpool, wie Belgiens Trainer Roberto Martínez oder wie Larry Page und Sergey Brin bei Google. Joachim Löw ist dies nie gelungen. Er profitierte von BLOGS aus sehr gut trainierten Vereinsmannschaften.

Hier ist Psychologie, Kommunikations-Verständnis, („Erst verstehen, dann verstanden werden“) und Führung und Seelenmassage sind gefragt. Wie bei Jupp Heynkes. Der den Kolumbianer James bei Bayern nach Anceelotti wieder aufbaute,weil er verständnisvoll mit ihm spanisch sprach.

Hier muss ich mich immer wieder mit kritischen Momenten auseinandersetzen. Aufnehmen, annehmen, diskutieren und umsetzen.

Alle das kann und will Joachim Löw nicht.

Ein erfolgreiches Team zu ändern fällt  ja auch schwer. Bis heute ist der FC Barcelona ein Prototyp des Teamspiels dafür. In den Jugendmannschaften ausgebildet verstehen sich diese Spieler „Blind“

 

  1. Führung & Moment Management®

Jede Mannschaft, jedes Team und jede Gruppe benötigt einen Leader.

Alle wirken sie nach verschiedenen Systemen. Aber eins ist klar:

Der Leader muss erkennen, wie er, wann und wo, wie führt:

Direkte Führung, delegative Führung, situative Führung, oder transformationale Führung. Es gibt ein Füllhorn von Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, daß der Leader in der Lage sein muss jeweils blitzschnell zu springen. Das nennen wir Moment-Management®. Und genau das kann Joachim Löw leider nicht. In der Vorbereitung auf diese WM nicht und in der Umsetzung überhaupt nicht. In der Politik ist es schwierig ja, aber auch hier kann es die Kanzlerin nicht. Sie  hat immer moderiert aber niemals geführt.

Moderne Unternehmensleader springen in den Führungsstilen. Sie wissen wie unterschiedlich sie führen müssen um sich auf Mitarbeiter einzustellen.

 

Dazu am 13.Juli der besonne WM Kapitän 2014 Philipp Lahm:

„Ich bin überzeugt davon, dass Jogi Löw seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern muss, wenn er mit der neuen Generation von Nationalspielern wieder Erfolg haben möchte.Die beschriebenen Spieler brauchen eine deutlich straffere Führung als die Generation vor ihnen. Diese klare Ansprache hätte es zum Beispiel gebraucht, als die Affäre um Mesut Özil und Ilkay Gündoğan um das gemeinsame Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hochgekocht ist.“

 

  1. Die Zeit- Alter- die Entwicklung 

Joachim Löw hat die extreme Weiterentwicklung von Power, Stärke, Athletik und Schnelligkeit im Fußball nicht mit ein einkalkuliert.

Das war ja zu erwarten und auf und bei allen internationalen Testspielen zu sein.

Er hat es negiert.

Wandte man noch Deuserbänder, Medizinbälle und Gummiringe bei Klinsi an. Schwer arbeitend verpasste der Bundestrainer einfach die Zeit.

Heute muss ich besonders körperlich und physisch am Limit trainieren. Dazu gehören nicht nur Laktatwerte, und Bio-Rhythmen sondern auch Blut und Urinanalysen sowie wichtige Ernährungs,- und Ruhephasen. Das Ganze disziplinarisch strukturiert.

Durch die „Laissez-Faire-Art“ des Trainerstabes spielten eigentlich die Spieler nachts endlos an ihrer neuen Playstation. Im Hotel. Dass dann Bierhoff offenbar die W-LAN Verbindung des Hotels kappen musste. Ein Armutszeugnis: Disziplinlos. Kein Vertrauen. Klein klares Regelwerk!

 

  1. Wohlfühloase

Die Wohlfühloasen sind unerschöpflich: Playstations, Millionen-Gehälter, Vorteilsname, Wahrnehmung, Ansehen bei den Fans, soziale Netzwerke und den Trommeln:

„Wir sind ja Weltmeister“

Wir baden in Honigmilch, wir schöpfen nur im Ruhm, wir aalen uns in Sachertorte und trinken den Met des Weltmeisters. Irgendwann spielen wir auch mal Fussball, aber laufen haben wir verlernt. Logisch?

Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht; heißt es schon bei Heinricht von Kleist.

 

  1. Verantwortung und Mitverantwortung und Selbstverantwortung

Kurz nach dem blamablen Aus sagte der Bundestrainer Joachim Löw :

“ Ich übernehme natürlich die Verantwortung!“.

Bis heute hat das keiner gemerkt und gespürt. Wenn ich Verantwortung übernehme nach diesem schlimmsten Ergebnis nach dem zweiten Weltkrieg dann habe ich nur eine Chance: Rücktritt.

Das gleiche gilt für den DFB Direktor Oliver Bierhoff. Das Faustus-Mephisto Gespann hat die Verantwortung und müsste zurücktreten. Stattdessen sagt Joachim Löw, ich mache weiter, das kann nicht das Ende sein, so will ich nicht ausscheiden. Er hat jedoch keinen Plan und zieht sich mal eben wochenlang zurück bis er sich äußert. Unvorstellbar eigentlich in Unternehmen.

Wenn ich gescheitert bin in der Wirtschaft dann nehme ich den Hut.

Volkswagen, Thyssen Krupp, Audi; es gibt viele  Beispiele.

Fragt sich bloß wie?

Auch hier wieder gibt es Ähnlichkeiten zur Politik. Angela Merkel ist auf der ganzen Linie gescheitert und klebt an Ihrem Stuhl. Hat den Absprung verpasst. Wie auch ein Nachfolger (Team) aufzubauen. So wird sie als Frau ohne Eigenschaften in die Geschichte eingehen.

 

  1. Vertrauen bringt Sicherheit – Ehrlichkeit hilft allen

Joachim Löw ist ein Mainstream- Junkie. Er hält Konflikte nicht aus, die ein Spitzentrainer einfach managt und dann auch Coachen muss. Löw ist auch kein sprichwörtlicher Coach, sondern „kumpeliger Stichwortgeber“. Löw ist nicht mutig und vertraut nicht. Wenn einmal etwas funktioniert, verwendet er es immer wieder. Dabei folgt er der Philosophie Abraham Maslows:

“Wenn dein einziges Werkzeug ein Hammer ist beginnen viele Dinge wie ein Nagel auszusehen.“

Da er auch mit den Spielern nicht am Behaviour arbeitet, bleiben sie so wie sie sind. Der grosse Bill Shankly sagte immer: „Wir machen gute Spieler besser. Das ist unser Bestreben.“

Im Gegensatz dazu steht Jürgen Klopp. Der vertraut und setzt sich intensiv mit seinen Spielern auseinander. Er versucht sie tatsächlich in jeder Minute zu lesen und sie besser zu machen. Don Kloppo ist mutig.

Wie er Liverpool in das CL Endspiel brachte ist seiner Leistung geschuldet, vorhandenes Ressourcenkapital entscheidend besser zu entwickeln.

Joachim Löw hat ein Mut-Defizit. Ihm sind ungefähre Spatzen auf dem Dach lieber als Habichte und Tauben im Wind der Nicht-Berechenbarkeit.

Für einen Mittelplatz Bundesliga mag das reichen, jedoch nicht für die Weltspitze im modernen Fußball.

In der Politik ist hier wieder die Kanzlerin dem Bundestrainer frappant ähnlich. Sie läuft dem Mainstream hinterher und moderiert alles, was ihr zwischen Brüssel und Toronto begegnet. Sie fällt nie Entscheidungen, es sei denn, das tun für sie andere und sie springt dann im Gefühl des Schwarmes blitzschnell auf. Das ging lange Jahre gut, ist nun aber nicht mehr zu halten.

Für Unternehmen bedeutet es immer, Mitarbeiter weiter zu entwickeln, sie neu einstellen und Ihnen die Möglichkeit der Entfaltung zu geben.

Viele Firmen sind hier beharrlich auf einem guten Weg. Ohne Weiterentwicklung = Stillstand. Und das bestraft der Wettbewerb schnell.

 

Zusammenfassung

Das Gespann Löw/Bierhoff hat sich in den vergangenen 14 Jahren ein undurchsichtiges Gestrüpp von Mehrwerten geschaffen, die  erst einmal sich selber sehen. (siehe oben) Schnell erkannte man die Popularität und den Markenwert der Nationalmannschaft, um ihn für sich selbst gierig zu nutzen. Zu überhöhen und zu einem Servomechanismus zu bauen.

Medienspots – okay, aber bitte nicht als Werbespot vor den Spielen mit Löw als Nivea Boy und Löw in der Badewanne. Das widerspricht schon mal Compliance Regeln.

Die Millionen schweren Kampagnen von REWE und der Commerzbank waren nach dem Aus wie von Geisterhand am Markt verschwunden. Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

Bei einem wirklichen Change und Neuanfang muss es besonders hier zu einer Neureglung kommen, allein um den Wert & Wertigkeit des Spiels zu schützen. Außerdem müssen die Strukturen unbedingt transparent gemacht werden. Stellen Sie sich vor, Sie sind CEO oder GF für ein mittelständisches oder Dax Unternehmen und Ihre Frau oder Ihre Kinder halten das Monopol. Auf jedes Marketing Instrument oder Event in Ihrer Firma. Ein Unding. Sie müssten sofort das Unternehmen verlassen.

Anders bei den Herren Bierhoff & Löw.

Bei Bierhoff und Löw gehen Selbst- und Fremdwahrnehmung Ihres Behaviours komplett getrennte Wege. Die Ereigniskommunikation ist für beide und vor allem Löw ein absolutes Fremdwort. Abhängigkeit von riesigen Ja Sager-Beraterstäben, prägt die Ära Löw. Löw ist nicht in der Lage als Moment-Manager® unterschiedlich tonal zu agieren. Leidenschaft und Hingabe sind ihm fremd. Lesefähigkeit der Spieler sowieso. Das athletische „Grasfresser“ Team 2018 ist an ihm vorbeigegangen.

Er kann nicht energisch und energetisch Führen. Und er hat die Schnelligkeit, Agilität und Athletik des neuen Spiels nicht in seiner Anamnese und Vorbereitung und Vorleistung berücksichtigt. Vertrauensrituale hat er nicht gelegt, Verantwortung nicht übernommen, sondern schlimmer noch:  Spieler auserkoren, die schuldig waren. Spieler, die dabei waren und die vorher schon aussortiert wurden.

 

Er hat nach einer guten Zeit, die vom großartigen Spielerpotenzial getragen wurde den Absprung verpasst und geht letztlich als Verlierer vom Feld. Das ist logisch bedauerlich aber folgerichtig.

Joachim Löw ist zum Mainstream seines eigenen Monuments 2014 mutiert. Er ist die Powerpoint Folie seines artifiziellen Narziss geworden, der in seinem eigenen Spiegelbild an einer  Laterne in Sotschi ertrank.  Hatte er jemals einen wirklich tiefen Resonanzboden?

 

Manche Begriffe müssen grundsätzlich geschützt werden. Aus unbändiger Vermarktungsgier bleiben momentan alle Werte auf der Strecke. Wie soll man die bloß jungen Spieler vermitteln?

Das ist wie im Leben: Immer wenn es gut läuft werden die Begehrlichkeiten größer, noch mehr und noch mehr zu machen.

Und irgendwann brechen alle Dämme. Die Gier wird zur Selbst-Sucht. Das ist so  so wie ein 14 jähriges Mädchen an einem Wochende 5000 WhatsApp Nachrichten schreibt. In der Geschichte haben wir viele Beispiele, wo das so gelaufen ist. Daher wiederholt sich Geschichte immer.

Nur wenige  lernen wirklich daraus.

So simpel es klingt, seit es den blauen Planeten gibt „bestimmen die Jahres Zeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter den ständigen Change. Alle Gestaltungsperioden  unterliegen hier genauso den Veränderungen. Die einzige Kreatur: Der Mensch glaubt, durch Machtstrukturen den Gewohnheits-Kitt seines Lebens  so lange zu zementieren bis er in tausend Stücke bricht. Und dann beginnt alles wieder von vorn.“

 

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